EMI will auch in Österreich klagen
Der Musikkonzern EMI kann sich vorstellen, auch in Österreich gegen Tauschbörsen-User vorzugehen.
Illegale Musik-Tauschbörsen brachten dem britischen Musikkonzern Eigenangaben zufolge im vergangenen Geschäftsjahr international einen Umsatzrückgang von 2,5 Prozent.
Im Verhältnis zu den internationalen Zahlen erzielte EMI Music in Österreich jedoch ein deutlich besseres Ergebnis
Online-Option in neuen Künstlerverträgen
Für die Zukunft sieht Albert Manzinger, EMI-Music-Chef in
Österreich, unter anderem seine Beteiligungen an den
kostenpflichtigen Musikplattformen mycokemusic.at,
musicdownload.aon.at, tiscali und chello als Erfolg versprechend:
"In allen neuen Künstlerverträgen ist die Online-Option enthalten.
98 Prozent unserer Alben werden raschestmöglich online verfügbar
sein."
Filesharer durch Klagen eingeschüchtert"Es ist nun einmal verboten und strafbar"
Mittlerweile ließe sich bereits ein Trend zu bezahlten Downloads erkennen.
Manzinger spricht sich klar für rigorose Maßnahmen aus: "Ich bin dafür, dass auch in Österreich geklagt wird. In Amerika haben diese Klagen zu einem totalen Knick bei den illegalen Downloads geführt und auch die Musikmarktentwicklung ist seit langem erstmals wieder positiv.
Erst diese Maßnahme macht den Leuten das Ausmaß dessen klar, was sie damit anrichten. Es ist nun einmal verboten und strafbar."
IFPI-Entscheidung fällt im Sommer
Erst am Dienstag erklärte IFPI-Geschäftsführer Franz Medwenitsch
der futurezone.ORF.at: "Wir schließen rechtliche Schritte nicht
aus". Man werde im Sommer darüber entscheiden, ob und wann es zu den
ersten Klagen kommen wird.
Deutschland: Erster Tauschbörsen-Pirat verurteilt
