09.06.2004

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Beatles öffnen sich der Online-Musik

Vertreter der Beatles sind derzeit in Gesprächen mit mehreren Online-Musikanbietern.

In der Branche wird das als wichtiger Schritt in Richtung Legitimation von Online-Musikdownloads gesehen. Die Beatles hatten sich bis dato allen Versuchen widersetzt, ihre Musik online anzubieten.

Das Fehlen von Hits wie "Let it Be" und "Yesterday" wird tatsächlich als eine der Schwächen von Online-Musikstores angesehen, die sich ansonsten mit Datenbanken jenseits der 300.000 Songs rühmen.

Vertreter der Beatles haben bereits mit mehreren Unternehmen Kontakt aufgenommen. Favorisiert wird dabei Microsofts MSN, das noch im Spätsommer mit einem eigenen Online-Musikangebot auf den Markt kommen will.

Rhapsody, iTunes und Napster interessiert

"Seit dem letzten Jahr wagen sich endlich führende Künstler in den Online-Bereich vor", kommentiert der erfahrene Entertainment-Anwalt Jay Cooper. "Wenn die Beatles die Erlaubnis zur Online-Distribution geben würden, wäre das eine große Sache."

Neben MSN sind noch RealNetworks Rhapsody, Apples iTunes und Roxios Napster stark daran interessiert, Beatles-Aufnahmen zu lizensieren.

"Wir waren stets überzeugt, dass Künstler Online-Musik als eine zwingend notwendige Distributionsform sehen werden", meint Evan Harrison, Chef von Time Warners AOL Music. "Wir sind in der Anfangsphase von etwas, das sicherlich ein boomendes Business werden wird."

Auslöser iTunes

Als der Computerkonzern jedoch begann, für iTunes Werbung zu machen, wurde die Rechtsabteilung der Beatles aktiv.

Erst kürzlich hat Apple Computer seinen Wunsch aufgeben müssen, die Gerichtsverhandlungen dazu in Kalifornien statt in Großbritannien zu führen. Der Vertrag war ursprünglich in den USA unterzeichnet worden.