Multimedia-Hersteller APC will an die Börse
Das Wiener Info-Terminal-Unternehmen APC Interactive Solutions, das bis Ende 2005 österreichweit 1.300 Telekom-Austria-Telefonzellen auf Multimedia umrüstet und auch auf einen Großauftrag der Deutschen Telekom hofft, will an die Börse.
Grünes Licht für ein Listing im dritten Marktsegment der Wiener Börse soll Ende Juni auf der Hauptversammlung gegeben werden. Das Going-public könnte noch 2004 erfolgen.
APC gehört zu 37,5 Prozent Philips Austria und zu 20 Prozent LB Electronics, ferner sind Venture-Capital-Geber beteiligt. Mit derzeit 34 Mitarbeitern wurden im Vorjahr sechs Millionen Euro umgesetzt.
"In den nächsten sechs bis zwölf Monaten wollen wir den Börsengang angehen", sagte APC-Vorstandsdirektor Franz Weber.
Die Notierung solle über den Aktienkurs den Wert des Unternehmens transparent machen, auch für den allfälligen Einstieg eines strategischen Investors. Ein Investor, von dem schon vor Jahren die Rede war, sei nach wie vor Thema, "aber nicht konkret".
1.300 Multimedia-Telefonzellen bis 2006Kapitalerhöhung nicht fix
Ob es gleich zum Start an der Börse eine Kapitalerhöhung geben wird, steht nach Angaben des APC-Vorstands noch nicht fest: "Das ist noch vollkommen offen."
Finanzieren wolle man mit Geld vom Kapitalmarkt die "internationale Expansion" von APC in alle benachbarten Länder, primär im großen und stark wachsenden Telekom-Geschäft.
Von der Telekom Slowenien hat man den ersten Auslandsauftrag für 200 Video-Telefonzellen erhalten.
Die für 28. Juni angesetzte APC-HV, die auch das Börse-Listing absegnen soll, hätte schon am vergangenen Freitag stattfinden sollen. Da sie nicht beschlussfähig war, musste sie neu angesetzt werden.
Auch außerhalb des Telekom-Bereichs hat sich APC als Errichter von Access-Points wie Public-Media-Terminals und Internet-Infopoints einen Namen gemacht und ist damit auch bereits im Ausland erfolgreich vertreten. Applikationen für den Tourismus, die Serviceleistungen bis hin zu E-Mails und Zimmerbuchungen bieten, stehen etwa in Norditalien, Bayern, aber auch in Stuttgart und Leizpig, in Österreich bereits seit mehreren Jahren. In Wien hat man mit Partnern Hunderte Info-Points errichtet: Dabei sind interaktive Info-Terminals in klassische Litfaß-Werbesäulen integriert.
