Webmail gegen E-Mail-Überwachung
Vor wenigen Tagen hat Simbabwes Regierung bekannt gegeben, die lokalen Provider dazu verpflichten zu wollen, den E-Mail-Verkehr zu überwachen.
IT-Experten aus Simbabwe weisen User auf die nicht immer bekannte Tatsache hin, dass es dank Freemailern für den Staat unmöglich ist, den gesamten E-Mail-Verkehr zu überwachen.
Benutzer, die für den Mailversand nicht die lokalen Domains wie co.zw, org.zw oder ac.zw benutzen, können leicht durch das geplante Überwachungsnetz rutschen. Das berichtet die Zeitung Zimbabwe Independent.
Verschlüsselter Zugang
"Solange man internationale Provider zum Verschicken von Mails
nutzt, gibt es keine Möglichkeit für die Regierung, sie zu öffnen,
es sei denn, man würde ihr das Passwort geben", sagte der IT-Experte
Robert Ndlovu. Der Versuch, die Seiten der großen Anbieter wie Yahoo
oder Hotmail zu hacken, sei ebenfalls so gut wie unmöglich. "Selbst
das FBI hätte Schwierigkeiten, ein Yahoo-Passwort zu cracken", so
Ndlovu.
Simbabwe verschärft Netz-KontrolleErst in dieser Woche hatte Simbabwes Regierung angekündigt, die Provider des Landes dazu verpflichten zu wollen, den E-Mail-Verkehr zu überwachen, um "schädlichen" Content von Simbabwe fernzuhalten. Darüber hinaus sollen die Provider dann die Überwachung des Datenverkehrs ermöglichen, wenn das für kriminalistische Untersuchungen oder im Interesse der nationalen Sicherheit notwendig ist.
