Internet-Zugang in Burma eingeschränkt

netz
02.11.2007

Keine internationalen Verbindungen

Der Zugang zum Internet in der asiatischen Militärdiktatur Burma ist seit Donnerstag stark eingeschränkt. Ein ranghoher Mitarbeiter der von der Militärregierung kontrollierten Telekomgesellschaft Myanmar Teleport sagte am Freitag, wegen einer technischen Panne hätten Internet-Benutzer seit mehr als 24 Stunden keinen Zugriff auf internationale Websites.

Sie könnten seit Donnerstag um 8.00 Uhr Ortszeit auch keine E-Mails ins Ausland verschicken. Myanmar Teleport versuche, die Panne zu beseitigen.

Besuch des UNO-Generalsekretärs

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon wollte am Freitag in Istanbul mit seinem Burma-Sondergesandten Ibrahim Gambari abschließend Einzelheiten vor dessen für Samstag geplanter Reise nach Rangun besprechen.

Am Mittwoch hatte es erstmals seit September erneut einen Protestmarsch buddhistischer Mönche in Burma gegeben. Im September hatten Mönche und andere Demonstranten tagelang friedlich gegen die Militärführung protestiert.

In mehreren Städten des Landes waren zeitweise Hunderttausende auf die Straße gegangen, bis die Militärs die Demonstrationen Ende September gewaltsam niederschlugen. Dabei wurden amtlichen burmesischen Angaben zufolge mindestens 13 Menschen getötet, unter ihnen ein japanischer Fernsehjournalist. Diplomaten in Rangun vermuten, dass es weit mehr Todesopfer gab.

Versuche seitens ORF.at, auf die Site von Myanmar Teleport zuzugreifen, sind am Freitag zwischen 7.00 und 7.30 Uhr wiederholt fehlgeschlagen. Auch die Seiten des zweiten burmesischen Internet-Providers, der Myanmar Posts and Telecommunications [MPT], konnten nicht abgerufen werden.

Die offiziellen Seiten der burmesischen Regierung, die bei dem Unternehmen Inforithm-Maze in Rangun gehostet werden, sind aber weiterhin erreichbar.

(AFP | futurezone)