06.06.2004

MOBILFUNK

KPN gibt Übernahmeversuch auf

Telekom-Konzern KPN glaubt nach Aussagen seines Chefs nicht mehr an einen Erfolg des Übernahmeangebots für den britischen Mobilfunkanbieter mmO2.

"Wir glauben nicht, dass es jemals geschehen wird", sagte KPN-Chef Ad Scheepbouwer. Zu KPN gehört der deutsche Mobilfunkanbieter E-Plus, zu mmO2 die Konzerntochter O2 Deutschland.

KPN hatte für mmO2 im Februar ein Übernahmeangebot im Wert von rund 9,3 Milliarden Pfund vorgelegt, das die Briten jedoch ablehnten. KPN hatte bereits zuvor erklärt, das Angebot nicht zu erhöhen. Nach den Worten Scheepbouwers will sich der Konzern nun auf sein bestehendes Geschäft konzentrieren und Überschüsse an die Aktionäre ausschütten.

Aktienkurse wieder gesunken

Der Kurs des Unternehmens ist seitdem wieder um 15 Prozent gesunken. Der Kurs der KPN-Aktien ist seit Februar um zehn Prozent gesunken - und damit auch der Wert der Aktien, mit denen das Unternehmen die Übernahme zu großen Teilen finanzieren wollte.

"Einige denken, dass vier Anbieter in Deutschland überleben können, und das wird vielleicht der Fall sein", sagte Scheepbouwers. KPN und mmO2 sind die beiden kleinsten Anbieter auf dem deutschen Markt, der von der DT-Tochter T-Mobile und Vodafone dominiert wird.