US-Wahlkampf als Game steuern
Auf der Suche nach neuen Spieleideen setzen die Game-Entwickler nun auf das reale Leben.
Statt auf Aliens zu schießen oder seine Feinde bis zur Besinnungslosigkeit zu prügeln, sollen Gamer ab Sommer den laufenden US-Wahlkampf managen können. Ubi Soft hat einen entsprechenden Deal für die Veröffentlichung des Spiels ?The Political Machine? bekannt gegeben.
Das Spiel für den PC versetzt die Spieler in die Lage, die Wahlkampagnen von Amtsinhaber George W. Bush oder Herausforderer John Kerry zu managen, eigene Kandidaten zu küren oder die Kampagnen von früheren US-Präsidenten wie Ronald Reagan und Franklin Roosevelt zu organisieren.
Dazu können auch Spenden gesammelt, Wahlreden gehalten und Kandidaten-Konfrontationen absolviert werden.
Der Spieler muss, entweder im Kampf gegen den Computer oder einen anderen Spieler, das Wahlkampfbudget managen, die Strategie koordinieren und Interviews in politischen Talk-Shows absolvieren. Das Spiel soll in diesem Sommer erscheinen, voraussichtlich in der Zeit zwischen der Versammlung der US-Demokraten im Juli und jener der Republikaner im August.
The political MachineAuf realen Daten basierend
Die verwendeten Daten basieren großteils auf dem US-Zensus. Die Kandidaten steigen in der Gunst der Wähler, wenn sie die für den jeweiligen Bundesstaat wichtigen Themen behandeln.
Das erfordert entsprechendes Geschick, um die verschiedenen Gruppierungen und Staaten auf die eigene Seite bringen zu können, erläutert Gamed-Designer Brad Wardell. "Ein Spieler, der kein Politik-Junkie ist, lernt so sehr schnell, warum die echten Kandidaten bei Themen scheinbar hin und her springen."
Laut Wardell ist die Öffentlichkeit derzeit in zwei gleich große Lager aufgeteilt, was das Spiel interessanter mache. "Wir wollten das Spiel schon bei der letzten Wahl herausbringen, aber nach unseren Modellen sollte Al Gore gewinnen, daher haben wir uns dagegen entschieden."
Zwar kann das Spiel keine Vorhersage für den tatsächlichen Ausgang der Wahl geben, aber laut dem eigenen Modell verliert Bush "um ein ganzes Stück", so Wardell.
