Aktionäre stimmen TA-Wandelanleihe zu
Die Aktionäre der Telekom Austria [TA] haben auf der Hauptversammlung am Donnerstag die Ausschüttung einer Dividende für das Jahr 2003 in Höhe von 13 Cent je Aktie beschlossen.
Damit werden insgesamt 64,6 Mio. Euro ab 15. Juni an Dividende ausgeschüttet, so ÖIAG-Vorstand und TA-Aufsichtsratsvorsitzender Peter Michaelis. Auch die geplante millardenschwere Wandelanleihe wurde von den Aktionären genehmigt, ebenso wie die Verlängerung des Aktienrückkaufprogramms von zehn Prozent zu einem Kurs zwischen neun und 18 Euro
Weiters wurde der bedingten Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 109,05 Mio. Euro und der Einführung einer Altersobergrenze von 65 Jahren für die Bestellung von TA-Vorständen zugestimmt.
Der Vorstand wurde konkret ermächtigt, für die nächsten fünf Jahre eine Wandelanleihe mit Umtauschrecht auf bis zu 90 Millionen TA-Aktien - allenfalls in mehreren Tranchen - auszugeben.
Die Anleihe soll dazu dienen, langfristige Verbindlichkeiten günstiger finanzieren zu können. Gemessen am aktuellen Börsenkurs der TA-Aktie von 11,13 Euro wäre der Bond rein rechnerisch knapp mehr als eine Milliarde Euro schwer.
"Profitabelster Ex-Monopolist Europas"Unter Sperrminorität
Durch die Ausgabe der Wandelanleihe könnte der aktuell 42,2-prozentige Anteil der Staatsholding ÖIAG [ohne die bereits bestehende Wandelanleihe] unter die Sperrminorität fallen, sollte die ÖIAG demnächst wie erwartet ihren Anteil um bis zu 17 Prozent auf 25,2 Prozent reduzieren.
Für die Bedienung der Wandelanleihe-Zeichner können 40 Mio. eigene alte Aktien [acht Prozent des Grundkapitals] oder 50 Mio. neue Aktien [zehn Prozent des Grundkapitals] aus der bedingten Kapitalerhöhung um bis zu 109,05 Mio. Euro verwendet werden.
Wird die Wandelanleihe aus neuen Aktien bedient und will die ÖIAG nach dem Verkauf der geplanten 17 Prozent bei einer allfälligen Kapitalerhöhung nicht mehr mitziehen, würde ihr Anteil unter 25 Prozent bzw. die Sperrminorität fallen - konkret auf 22,9 Prozent.
In der TA verwies man zuletzt darauf, dass die Ausgabe von neuen Aktien mit der Ermächtigung in der Hauptversammlung noch nicht fix sei
