Konkurs über Tel.Me eröffnet
Der Konkurs über Österreichs einzigen Handyhersteller Tel.Me wurde heute beim Handelsgericht Wien eröffnet.
Die Passiva belaufen sich auf 6,94 Millionen Euro, die Aktiva auf 1,8 Mio. Euro, daraus ergibt sich eine Überschuldung von 5,1 Mio. Euro, teilt der Kreditschutzverband von 1870 [KSV] mit.
Von den Passiva entfallen rund 3,8 Mio. Euro auf Banken und Kreditinstitute und rund drei Mio. Euro auf Lieferanten. Die Prüfungstagsatzung findet am 3. August 2004 statt. Das Unternehmen beschäftigte zuletzt nur mehr drei Mitarbeiter.
Der Masseverwalter müsse nun entscheiden, ob eine Fortführung möglich sei, so der KSV. Entscheidend sei, ob die Eigentümer bereit seien, die notwendigen Mittel aufzubringen.
Lieferstopp
Tel.Me hatte Ende Mai beim Wiener Handelsgericht den
Konkursantrag eingebracht. Als eine der Ursachen für die Pleite wird
von Unternehmensseite ein Lieferstopp von Lieferanten genannt.
Tel.Me stellt KonkursantragGründer hofft auf Weiterführung
Größte Aktionäre sind Firmengründer Manfred Jahn mit 41,23 Prozent und die zur BA-CA-Gruppe gehörenden Gründerfonds mit 36,72 Prozent.
Wie Manfred Jahn zuletzt betonte, hoffe er, dass das Unternehmen weitergeführt werden könne.
Zuletzt hat sich das Unternehmen bei der Handyherstellung auf den Multimediabereich [Video, Audio, Internet] konzentriert. 80 Prozent der Handys wurden exportiert.
