Hotspots sind zu teuer
WLAN-Hotspots sind zu teuer - zu diesem Schluss kommt das Wissenschaftliche Institut für Kommunikationsdienste [WIK].
In der Studie "Der Markt für Public Wireless LAN in Deutschland" schließt das WIK, Konsumenten seien meist nicht bereit, für öffentliche Hotspots zwischen fünf und zehn Euro pro Stunde zu bezahlen.
In den letzten Jahren haben Startups, Mobilfunker, Provider und Hotelbesitzer WLAN-Hotspots errichtet. Via Wireless LAN können sich Besitzer entsprechender Notebooks und Handhelds gegen Gebühr online gehen.
Breakeven lässt auf sich warten
Per Jahresbeginn zählt das WIK 13.000 Hotspots in den USA, 3.500
in Großbritannien, 2.300 in Deutschland und 1.200 in Japan. Doch der
Breakeven der entsprechenden Unternehmen lässt der Studie zufolge
auf sich warten.
Südkorea bekommt größtes Hotspot-NetzWLAN als Gratis-Zusatzdienst
Nach Ansicht der Studienautoren werden Hotels und Cafés mittelfristig dazu übergehen, WLAN gratis oder äußerst billig als Zusatzdienst anzubieten. Kleinere Betreiber hingegen sollen ihr Geschäft aufgeben, da Probleme mit Verrechnung, Roaming, Sicherheit und Transaktionskosten die Margen zunichte machen.
Keine Konkurrenz sieht das WIK durch den Mobilfunkdienst UMTS - dieser bediene eine andere Marktnische und sei im Gegensatz zu WLAN mobil und beinahe überall verfügbar.
Auch ansonsten sollen sich die Anzeichen für einen überhypten Hotspot-Markt mehren. Erst letzten Monat wurde das Unternehmen Cometa Networks von der Börse genommen - ursprünglich hätte mit finanzieller Unterstützung von IBM, AT&T und Intel ein Netzwerk von 20.000 WLAN-Hotspots errichtet werden sollen. Bis dato konnten aber bloss 250 Stück in Betrieb gehen.
