02.06.2004

ÖSTERREICH

Engere Kooperation bei E-Government

Das E-Government-Gesetz ist in Kraft, die Bürgerkarte auf Schiene, viele Verfahren können bereits elektronisch eingeleitet oder abgewickelt werden.

Jetzt geht es darum, die Kooperation von Bund, Ländern, Städten, Gemeinden und der Wirtschaft auszubauen, um möglichst österreichweit gleiche Standards und Lösungen anbieten zu können.

Deshalb steht die heurige e-Government-Konferenz, die Mittwoch und Donnerstag im Wiener Rathaus stattfindet, unter dem Motto "Langsam wachs ma z'sam".

Die Konferenz wird jährlich von der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung [ADV] organisiert. 22 Vortragende aus dem öffentlichen Dienst berichten von den Projekten, die sie in Umsetzung des EU-Masterplans 2000 gestartet haben.

Bürgerkarte, Zustellserver, Zahlungssysteme

Das sei auch Ziel der E-Government-Offensive des Bundes, erklärte Christian Rupp, der Exekutivsekretär E-Government des Bundes. Als "Vorreiter" in Österreich nennt Christian Rupp, Exekutivsekretär E-Government, die Bürgerkarte, den Zustellserver und das elektronische Zahlungssystem - die für alle Gebietskörperschaften eine gemeinsame Identifikation und Standards bieten.

Von neuen Projekten berichtete Franz Grandits vom Amt der steirischen Landesregierung: Die Länder haben einen "E-Government Styleguide" initiiert, der das einheitliche Aussehen von Formularen sichern soll. Ab Juni 2004 wird ein - vom Land Steiermark in Auftrag gegebener - Formularserver zur Verfügung stehen, der die rasche Erstellung von Web-Formularen ermöglicht.

"eVienna" für Heiratsurkunden, Parkpickerl & Co

Die Stadt Wien hat schon 2001 das Projekt eVienna gestartet. Die Wiener können im "virtuellen Amt" elektronisch um ein Parkpickerl ansuchen, Staatsbürgerschaftsnachweise oder Heiratsurkunden bestellen, Wahlkarten oder eine Gewerbeberechtigung anfordern oder einen Termin beim Passamt fixieren.

Österreich sei bereits Spitzenreiter im EU-Government, das bestätige auch eine - im Jänner präsentierte - Studie im Auftrag der EU-Kommission: Österreich zählt zu den drei Ländern - mit Schweden und Dänemark - , die mehr als 50 Prozent ihrer öffentlichen Dienste in der höchsten Ausbaustufe online haben, Österreich hat sich hier im letzten Jahr von 56 auf 83 Prozent verbessert und liegt jetzt auf Platz 2.