Das waren die Linuxwochen 2004
"Open Source in der Sozialversicherung" danach kam "Twisted Python". Ersteres dargeboten von einem Netzwerktechniker der Wiener Gebietskrankenkasse, danach: ein langmähniger freier Programmierer aus der Avantgarde der Python-Community.
Dieser Programmkontrast war typisch für den Verlauf der Linuxwochen Wien 2004 an sich. Noch nie war das Establishment [Sun, Novell, IBM, WKOE, Ministerien, Orgnisationen] auf der jährlichen Veranstaltung der GNU/Linux-Communities so stark vertreten und auch das Publikum ging heuer deutlich über die traditionellen Linux-Zielgruppen hinaus.
Sowohl die Registrierungen wie auch die Reaktionen aus dem Publikum zeigten, dass eine bedeutende Zahl der anwesenden Techniker von Firmen aus dem Nicht-IT Bereich stammte: Behörden, Verwaltungen, Banken wie KMUs aus dem nichttechnischen Bereich.
Das wars in WienFortgeschrittene und Anfänger
Das Hauptthema während der ersten beiden Businesstage war naturgemäß die Migration von Windows auf freie Betriebssysteme. Vor Hauruck-Aktionen in diesem Zusammenhang wurde von den Vortragenden mehr als nur einmal gewarnt.
Dazu kamen heuer deutlich mehr fortgeschrittene Anwender, die sich ganz einfach über die Möglichkeiten des Umstiegs auf ein freies Betriebssystem informieren wollten. Vor allem am Samstag gab es dazu Ad-Hoc-Publikum aus dem Hof des Museumsquartiers.
Der Vortrag "Linux mit der Maus" für absolute Anfänger etwa wurde auch von einer deutschen Reisegruppe fortgeschrittenen Alters absolviert, die sich auch durch die vorangegangene sehr technische gehaltene Präsentation des "Zope Application Server" nicht abschrecken ließ. Man wollte einmal gucken, denn über Linux höre man ja dauernd was in den Medien...
Open Source Kunst
Im Rahmen der Linuxwochen gab es erstmals auch internationale
Digitalkunst zu sehen, die ähnlich wie Open-Source-Software
distribuiert wird. Die Web-Versionen der "32 bit connection" Bilder
können unter der "Creative Commons Lizenz" frei verteilt und weiter
bearbeitet werden. Die Keynote hielt Cory Doctorow von der
Electronic Frontier Foundation.
Bilder von der VernissageDer Vi/Mutt-Guru
Neben dem breitenwirksameren Programm gab es natürlich spezielle Workshops wie die "Vi-Feature Show" des Berliner Szene-Originals Sven Guckes.
An einem sonnendurchfluteten Samstag Nachmittag drängten sich mehr als hundert Nerds im abgedunkelten Freiraum des Wiener Museumsquartiers, um den launigen Demonstrationen desVi/Mutt-Gurus zu folgen.
Von einem etwas schwach verlaufenen zweiten Tag [Donnerstag] abgesehen, war der Zulauf bei starker Fluktuation des Publikums mit insgesamt 1500 echten Besuchern [konservativ gerechnet] zur Zufriedenheit von Veranstaltern und Ausstellern.
