28.05.2004

EUROPA

Virenflut steigert Kosten für ISPs

Die Attacken durch Würmer und Viren schädigen nicht nur User, sondern verursachen auch bei den Internet-Service-Providern [ISP] erhebliche Kosten.

Der britische Netzwerkausrüster Sandvine hat für 2004 die Kosten für europäische Breitband-Provider mit 123 Millionen Euro angegeben. 2005 sollen die Kosten auf 159 Mio. Euro steigen.

Laut Schätzungen müssten Provider in Großbritannien mit einem jährlichen Schaden von 22,4 Mio. Euro und in Deutschland mit 22,7 Mio. Euro rechnen. Französische ISPs kostet die Wurmplage im laufenden Jahr fast 18 Mio. Euro und skandinavische Providern 12,4 Mio. Euro.

Imageschaden für ISPs

Der Schaden entsteht den Providern vor allem durch höhere Personalkosten, da eigene Teams für die Abwehr der Angriffe aufgestellt werden müssen bzw. der Customer-Support durch die Würmer in Anspruch genommen wird.

Der größte Schaden sei aber vermutlich darin zu sehen, dass das Image der Provider leidet und mehr Konsumenten mit einem Wechsel des Anbieters spekulieren.

Darüber hinaus schlage auch der Wurm-bedingte erhöhte Datenverkehr in höheren Kosten zu Buche. "Reste" von Würmern, die hartnäckig auf den einzelnen PCs hängen bleiben, belasten die Netze zusätzlich.