Softbank kauft Japan Telecom
Der japanische Internet-Dienstleister Softbank will mit der milliardenschweren Übernahme des drittgrößten japanischen Telefon-Festnetzanbieters Japan Telecom seine Geschäftsbasis ausweiten.
Softbank teilte am Donnerstag in Tokio mit, die ehemalige Tochter des weltgrößten Mobilfunkkonzerns Vodafone werde von der US-Investmentgesellschaft Ripplewood für umgerechnet 2,5 Milliarden Euro in bar und eigenen Aktien übernommen.
Konkurrenz zu NTT und KDDI
Softbank ist in Japan der größte Anbieter von
DSL-Breitbandanschlüssen und verspricht sich von der Akquisition
einen verstärkten Zugang zum Geschäftskundenmarkt. Dort konkurriert
Japan Telecom mit den beiden größeren Wettbewerbern NTT und KDDI.
Softbank weitet Verlust deutlich ausSoftbank hat bisher vor allem mit drastischen Preissenkungen und aggressiver Werbung Marktanteile gewonnen.
Die Investmentgesellschaft Ripplewood kann mit dem Verkauf von Japan Telecom an Softbank einen deutlichen Gewinn einstreichen, da sie Japan Telecom im August vergangenen Jahres von Vodafone für rund 1,9 Milliarden Euro erwarb. Rund 80 Prozent des damals gezahlten Kaufpreises waren Fremdkapital.
Die in der Internet-Boomphase zu den Stars der japanischen Börse zählenden Aktien von Softbank schlossen am Donnerstag gut behauptet bei 4.160 Yen. Anfang des Jahres 2000 hatten die Papiere knapp 200.000 Yen gekostet.
