WAZ startet regionales Online-Portal
Neue Wege in der lokalen Berichterstattung
Die deutsche WAZ Mediengruppe startet an diesem Montag ihr Online-Portal DerWesten.de. Das werbefinanzierte Portal vereinigt die bisherigen Auftritte der fünf regionalen WAZ-Titel "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" ["WAZ"], "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung" ["NRZ"], "Westfälische Rundschau", "Westfalenpost" und "Iserlohner Kreisanzeiger". Im Angebot seien damit Berichte von rund 800 Redakteuren, so der Verlag.
Keine Festlegung auf gedruckte Zeitung
"Unsere Kernkompetenz ist nicht Zeitungmachen, sondern verlässlicher Qualitätsjournalismus mit lokalem und regionalem Schwerpunkt", sagte WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach. Das gelte "gleichgültig, ob die Produkte auf Papier oder elektronisch transportiert werden".
Katharina Borchert, eine ehemalige Bloggerin, leitet das 22-köpfige Redaktionsteam. Der Verlag richtete mit Anfangsinvestitionen in einstelliger Millionenhöhe eine komplett neue Redaktion in der Essener Verlagszentrale ein und will von dort aus auch selbst gedrehte und zugekaufte Videoberichte sowie später auch Audiobeiträge anbieten.
Ortsmarken und Community-Teil
Wichtige Meldungen bekommen Ortsmarken. Nutzer, die sich mit ihrer Adresse anmelden, sehen so auf einem Stadtplanausschnitt Hinweispfeile auf Ereignisse in ihrer unmittelbaren Umgebung.
Daneben soll das Angebot auch einen Community-Teil bieten, in dem die Nutzer Weblogs, Profilseiten und eine personalisierte Nachrichtenauswahl kombinieren können.
Der WAZ-Konzern hält in Österreich 50 Prozent an der "Kronen Zeitung" sowie 49,4 Prozent am "Kurier". Über die "Kurier"-Tochter ZVB bestehen außerdem Beteiligungen an "profil" und "trend", und über "Krone" und "Kurier" ist die WAZ an heimischen Privatradios beteiligt.
DerWesten.de-Chefredakteurin Borchert war im April auf der Berliner Konferenz re:publica zu Gast. Dort diskutierten deutsche Medienmacher und Blogger über das Verhältnis zwischen alten und neuen Medien.
(APA | dpa)
