Tel.Me stellt Konkursantrag
Tel.Me., der österreichischer Hersteller von MP3-Playern und Smartphones, hat diese Woche beim Wiener Handelsgericht einen Konkursantrag eingebracht.
Eigenangaben zufolge konnte eine Investorenrunde nicht im kompletten Umfang zeitgerecht abgeschlossen werden. Weiters blockiere ein Entwicklungspartner die Produktion durch Piraterie im Komponenteneinkauf.
Dadurch entstand ein zusätzlicher Schaden von einer Million Euro, weil Aufträge in dieser Höhe durch die fehlenden Komponenten nicht erfüllt werden konnten.
Parallele Finanzrunde abgebrochen
Eine parallel laufende Finanzierungsrunde wurde in dieser Woche
abgebrochen. Es konnten nur 65 Prozent der notwendigen
Kapitalspritze dargestellt werden.
Tel.Me kooperiert mit chinesicher SewonTel.Me. musste nun, trotz zusätzlicher Rahmenverträge für 2004 in Höhe von 40.000 Stück [Auftragswert rund sieben Mio. Euro], "einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 60 Prozent und einer absehbaren positiven Entwicklung", den Konkurs anmelden.
Mehrere Sanierungsprojekte, die alle das Ziel hatten, einen Fortbestand außerhalb eines Konkursantrages sicherzustellen, sind in den letzten Tagen gescheitert.
Manfred Jahn, Gründer und CEO: "Es ist sehr schade für ein Unternehmen, [...] gerade in der Phase des Turn-arounds einen Konkursantrag stellen zu müssen. Leider war es nicht möglich, in der österreichischen Finanzwelt ausreichend Unterstützung zu erhalten, [...] um unter anderem Produktionsausfälle überbrücken zu können."
