26.05.2004

50 KG

Riesenkamera für hochauflösende Fotos

Der Fotograf Clifford Ross hat eine Kamera entwickelt, welche die Vorteile von Analog- und Digitalfotografie vereinen soll.

Auf speziellem Luftaufnahmen-Film, der durch eine Reihe von technischen Details stabilisiert wird, wird das Foto aufgenommen. Danach werden die Filmrollen digital gescannt und so Bilder mit einem Datenvolumen von je 2,6 Gigabyte produziert.

So wird mit Analogfilm als Zwischenmedium eine Auflösung von mehreren Milliarden Pixeln erreicht.

Zwei Monate Arbeit für ein Bild

Da die Bilder auf speziellem Luftaufnahmen-Film entstehen, verfügen sie über eine feinere Auflösung, aber ein verschobenes Farben- und Kontrastverhältnis. Die gescannten Riesenbilder müssen daher nachbearbeitet werden - ein mühsames Unterfangen: Der gesamte Prozess von der Filmaufnahme bis zum fertig belichteten Produkt dauert rund zwei Monate.

Zur Betrachtung werden die Bilder auf drei Meter breitem Papier belichtet. Das Resultat ist ein nahezu naturgetreues Abbild der aufgenommenen Landschaft. Auf dem Foto "Mountain I" können einzelne Grashalme ausgemacht werden, die in 30 Meter Entfernung stehen. Auch einzelne Dachschindeln eines Stalls, der 1.200 Meter vom Aufnahmepunkt entfernt steht, sind sichtbar.

Der Traum von der Digi-Leinwand

In Zukunft will Ross seine Bilder auf einer elf Meter breiten digitalen Leinwand zeigen. An eine kommerzielle Vermarktung seiner Kamera denkt er noch nicht, kann sich aber eine Marktnische im Profi-Bereich vorstellen.