Riesenkamera für hochauflösende Fotos
Der Fotograf Clifford Ross hat eine Kamera entwickelt, welche die Vorteile von Analog- und Digitalfotografie vereinen soll.
Auf speziellem Luftaufnahmen-Film, der durch eine Reihe von technischen Details stabilisiert wird, wird das Foto aufgenommen. Danach werden die Filmrollen digital gescannt und so Bilder mit einem Datenvolumen von je 2,6 Gigabyte produziert.
So wird mit Analogfilm als Zwischenmedium eine Auflösung von mehreren Milliarden Pixeln erreicht.
Sandsäcke sorgen für Stabilität
Die Kamera "R1", die für "Ross 1" steht, ist 50 Kilogramm schwer
und wird im Einsatz mit Sandsäcken beschwert, um entsprechende
Stabilität zu gewährleisten. Der Fotograf Ross verwendet seine
Kamera vor allem für Landschaftsaufnahmen.
Clifford RossZwei Monate Arbeit für ein Bild
Da die Bilder auf speziellem Luftaufnahmen-Film entstehen, verfügen sie über eine feinere Auflösung, aber ein verschobenes Farben- und Kontrastverhältnis. Die gescannten Riesenbilder müssen daher nachbearbeitet werden - ein mühsames Unterfangen: Der gesamte Prozess von der Filmaufnahme bis zum fertig belichteten Produkt dauert rund zwei Monate.
Zur Betrachtung werden die Bilder auf drei Meter breitem Papier belichtet. Das Resultat ist ein nahezu naturgetreues Abbild der aufgenommenen Landschaft. Auf dem Foto "Mountain I" können einzelne Grashalme ausgemacht werden, die in 30 Meter Entfernung stehen. Auch einzelne Dachschindeln eines Stalls, der 1.200 Meter vom Aufnahmepunkt entfernt steht, sind sichtbar.
Die Negative sind 23 mal 46 Zentimeter groß und werden durch ein Unterdruckbett möglichst plan gehalten. Ein elektronisch gesteuertes System aus Spiegeln sorgt dafür, dass die optische Achse genau normal zur Filmebene steht.
Abschied vom Megapixel-WahnDer Traum von der Digi-Leinwand
In Zukunft will Ross seine Bilder auf einer elf Meter breiten digitalen Leinwand zeigen. An eine kommerzielle Vermarktung seiner Kamera denkt er noch nicht, kann sich aber eine Marktnische im Profi-Bereich vorstellen.
