Spam-Aufkommen nicht zu bremsen
Nicht alle Länder werden von Werbemüll gleichermaßen heimgesucht. Laut einer Studie von MessageLabs konzentrieren die Spammer ihre Aktivitäten auf ausgesuchte "Hot Spots".
97 Prozent des gesamten Spam-Aufkommens vestopfen laut der Analyse, allen Anti-Spam-Gesetzen zum Trotz, vorzugsweise die Postfächer in den USA, Großbritannien, Deutschland, Australien und Hongkong.
Zudem gibt es bisher keine wirksame technische Methode, die den Werbemüll zuverlässig aussortiert, ohne dabei auch erwünschte Post zu entsorgen.
USA vor Großbritannien und Deutschland
In den USA zählen bereits 83 Prozent aller empfangenen Nachrichten zu unerwünschtem Werbemüll.
In Großbritannien und Deutschand werden knapp die Hälfte der ankommmenden Mails als Spam in den Papierkorb verschoben, wobei gerade der deutschsprachige Spam ein hohes Wachstum aufweist.
Australien, die Niederlande und Hongkong befinden sich mit 32, 30 und 27 Prozent abgeschlagen auf der Hitliste der globalen Spam-Opfer.
Die Spam-Verbreitung geht dabei Hand in Hand mit der Internet-Penetration bzw. der Breitband-Verbreitung in einem Land.
"Der exponentielle Spam-Anstieg ist direkt proportional zur regionalen demografischen Entwicklung", erklärt Mark Sunner, Chief Technology Officer bei MessageLabs. "Hinsichtlich der Internet- und E-Mail-Nutzung bieten die USA damit den größten Anteil für Spammer."
MessageLabsNeuer Spam-Rekord im April
Der globale Spam-Anteil hat im vergangenen Monat April einen neuen Rekordwert erreicht. Zwei Drittel der von MessageLabs gescannten 840 Mio. E-Mails waren unerwünschte Werbesendungen.
Die meisten Werbemails [etwa 40 Prozent] versuchen dabei - im weitesten Sinne - gesundheitsrelevante Produkte [Viagra, Diätpillen und andere Wundermittel] zu verkaufen.
Den zweitgrößten Anteil [37,8 Prozent] haben Spam-Mails, die mit billigen Krediten oder anderen Finanzinhalten locken.
12,8 Porzent der Werbesendungen bewerben direkt Produkte wie etwa ferngesteuerte Mini-Autos, Druckerpatronen und Kochtöpfe.
Als gering mutet im weltweiten Vergleich der Anteil des Porno-Spams an, nur 4,8 Prozent der Werbemails locken mit Online-Sexangeboten.
