Sonnenbrille mit integriertem Display
Der deutsche Brillenhersteller Rodenstock hat eine Sonnenbrille mit integriertem Head-up-Display entwickelt. Damit könnten Sportler künftig ihre aktuelle Rundenzeit und Herzfrequenz immer vor Augen haben. Auch das Einspielen von GPS-Daten zur Routenplanung ist möglich.
Die futuristisch anmutende Sehhilfe namens "Informance" projiziert mit Hilfe einer speziell entwickelten Optik relevante Daten wie etwa Herzschlagfrequenz beim Sport oder Routenplanung bei der Reise direkt ins Sichtfeld.
Die dazu nötigen Komponenten erschweren das Brillengestell um gerade einmal sieben Gramm und können in jede herkömmliche Sonnenbrille eingebaut werden.
Kaum Einschränkungen des Sichtfeldes
Das Display nimmt dabei nur zwölf Prozent des Sichtfeldes des linken Auges ein. Blickt man geradeaus, bemerkt man es kaum.
Künftig sollen auch Entfernungen und Richtungen durch GPS-Koordinaten dargestellt werden können, so Dietmar Uttenweiler von Rodenstock.
Ab 2009 erhältlich
Beim Prototypen der Brille wird links ein Bifokalglas genutzt. Doch statt eines Gleitsichtbereichs wurde ein dünnes keilförmiges Prisma in die linke Ecke des Glases integriert.
Ein kleines LED-Display, das von einem Polymerakku im linken Brillenbügel gespeist wird, projiziert das Bild in das Prisma. Das Bild wird dann zweifach reflektiert, bevor es das Auge des Träger erreicht.
Das Display kann 320 mal 240 Pixel darstellen, die Daten werden drahtlos auf die Brille übertragen. Der Akku reicht für zwölf Stunden.
Rodenstock plant, die "Informance"-Brille 2009 auf den Markt zu bringen. Der Preis soll zwischen 700 und 1.000 Euro liegen.
(New Scientist)
