EMI sieht Erholung für Musikbranche
Der britische Musikkonzern EMI hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinn- und Umsatzrückgang verzeichnet.
Das Unternehmen sieht jedoch nach eigenen Angaben erstmals seit mehreren Jahren Anzeichen für eine Erholung der Branche. Der Markt werde in diesem Jahr besser sein als im vergangenen Jahr, hieß es.
Im Geschäftsjahr zum 31. März 2004 ist der Gewinn vor Steuern, Firmenwert-Abschreibungen und außerordentlichen Posten um 8,7 Prozent auf 163,3 Millionen Pfund [243 Mio. Euro] gesunken, teilte EMI am Montag mit.
Unter dem Druck der Musikindustrie-Krise kündigte die britische EMI Ende März an, 1.500 Arbeitsplätze streichen und sich von einem Fünftel ihrer Künstler trennen zu wollen. Außerdem kündigte das Unternehmen an, die konzerneigene CD- und DVD-Produktion in Europa und den USA aufzugeben.
Musikkonzern EMI muss sparenSinkende Umsätze
Der Umsatz ist um 2,5 Prozent auf 2,12 Milliarden Pfund [3,16 Mrd. Euro] gesunken. Der Gewinn wurde von Analysten im Durchschnitt mit 160,1 Millionen Pfund [238 Mio. Euro] erwartet.
Die Musikbranche kämpft seit Jahren mit sinkenden Umsätzen im Handel. Belastet werden die Geschäfte laut EMI durch den illegalen Musiktausch im Internet sowie von der Konkurrenz durch Videospiele und andere Unterhaltungsmedien.
Außerdem fehlt es an neuen Musikrichtungen, die dem Industriezweig frische Impulse geben könnten.
