IT-Struktur für deutsche Arbeitslose steht
Das Computerprogramm für die Auszahlung von Arbeitslosengeld ab 2005 in Deutschland soll mittlerweile funktionieren, nachdem es zuvor zu Reibereien bezüglich der termingerechten Machbarkeit des Projekts gekommen war.
Für die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe sind nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" demnach die technischen Voraussetzungen geschaffen. Laut internem Prüfungsbericht funktioniere das Programm.
"Keine Bedenken"
Eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit bestätigte, dass
"zur Zeit keines der entscheidenden Kriterien zu Bedenken Anlass"
gäbe, man könne die informationstechnologische Infrastruktur nicht
bereitstellen.
Ex-DT-Mitarbeiter sollen Daten sammelnWeiter Risiko im Vollastbetrieb
Bundesagentur-Chef Frank-Jürgen Weise hatte vor einem Monat eine Verschiebung des Projekts gefordert, weil der Zeitrahmen für die Entwicklung der notwendigen Software zur Berechnung der neuen "Grundsicherung für Arbeitssuchende" zu eng sei. Ob diese Forderung nach Vorliegen des Prüfberichts nun gegenstandslos sei, wollte die Sprecherin nicht beurteilen. Vielmehr werde sich an diesem Montag der BA- Verwaltungsrat damit befassen.
Laut "FAZ" besteht weiterhin ein Risiko für den Vollastbetrieb des Programm, wenn von November an die Daten online zwischen Arbeitsagentur und Sozialämtern der Kommunen ausgetauscht werden sollen.
Vom 1. Januar 2005 an werden Sozial- und Arbeitslosenhilfe auf dem Niveau der niedrigeren Sozialhilfe zusammengelegt. Den betroffenen Langzeitarbeitslosen soll im Gegenzug bessere Betreuung zur Arbeitsvermittlung angeboten werden.
