Neue Konkurrenz für Internet Explorer
Nachdem die legendären "Browser Wars" um die Jahrtausendwende mit einem vollständigen Triumph des Internet Explorer geendet hatten, war es jahrelang ruhig an der Browser-Front.
Nachdem sich Apple mit der überraschenden Präsentation des eigenen Safari-Browsers vor etwas mehr als einem Jahr vom Internet Explorer [IE] vollständig losgesagt hat, ersteht dem IE nun neue, ernsthafte Konkurrenz.
Auf immer mehr Desktops ist die neue Version des mehrfach totgesagten Mozilla-Browsers zu sehen. Für eine Betaversion läuft der in der Version 0.8 vorliegende Mozilla-Firefox äußerst stabil und lässt schon absehen, welche Features man in der ersten Vollversion betonen wird.
Anfang des Jahres zeigten die Netz-Statistiken von all dem noch wenig Wirkung, der IE hatte gerade erst einmal 0,5 Prozent verloren. Der generelle Trend zu Linux auf dem Desktop sowie der schrittweise Umstieg praktisch aller Apple-User auf Safari werden das Bröckeln im Laufe des Jahres jedoch sichtbar werden lassen.
Internet-Explorer dominiert den MarktMolzilla Firefox 0.8 für Windows
So blockt das sehr schlanke und schnell reagierende Programm etwa automatisch Pop-up-Fenster, kommt mit eingebautem Google-Toolbar, die Bookmark-Folder werden wie beim verblichenen Netscape üblich, direkt unter dem Adressfeld eingeblendet.
Von da kommt der Firefox auch schließlich her, in dem die Rendering-Machine Gecko arbeitet, die auf eine Entwicklung von Netscape zurückgeht. Anders als in den sehr schwerfällig laufenden ersten Mozilla-Browsern arbeitet Gecko im Firefox sehr schnell.
Gerade wegen des zweifelhaften Rufs von Gecko hat man bei Apple auf KHTML gesetzt. Diese Technologie wurde für den File-Browser Konqueror entwickelt, ein Open-Source-Projekt, das eng mit den Entwicklern des Linux-Desktops KDE verbunden ist.
Der Konqueror ist nicht nur ein sehr effizientes Tool zur einfachen Datei- und Archivverwaltung unter Linux und anderen Unix-Betriebssystemen, sondern er strotzt auch von Features, die diese Arbeit sehr vereinfachen. So lassen sich CDs etwa auf dem KDE-Desktop direkt aus diesem Browser brennen, der auch für Internet-Zwecke [noch etwas beschränkt] geeignet ist.
Der KonquerorOpera an der Börse
Die Blätter-Software Opera - gerade in Version 7.5 erschienen - hatte der Übermacht des Internet-Explorer jahrelang mehr oder weniger allein getrotzt, bis Apple Anfang 2003 überraschend den Safari-Browser präsentierte.
Kurz vor dem Börsengang sieht sich das norwegische Unternehmen nun einer wachsenden Zahl von Konkurrenten gegenüber, die nun auf jene Strategie setzen, Opera selbst angewandt hatte.
Man war einem neu entwickelten schlanken und schnellen Browser angetreten und hatte das immer fetter und schwerfälliger werdende Netscape als Hauptkonkurrent des Internet-Explorers abgelöst.
Die neuesetn Versionen von Opera wiederum wirkt mittlerweile mit Features deutlich überladen, stand in so manchem Testbericht vermerkt.
Der anhaltende, finanzielle Erfolg des Browsers veranlasste das Sostwarehaus Opera im März 2003 zum erfolgreich verlaufenen Börsengang.
Der Börsengang Operas
