23.05.2004

HANDYMARKT

3G-Wachstum durch GSM

Mit dem Wachstum der 3G-Netze wird das Festnetz weiter an Bedeutung verlieren, vorerst nur langsam, ab 2007 aber rasch.

Die Marktforscher der britischen Analysys Research sagen für die kommenden drei Jahre einen Rückgang von je einem Prozent voraus, ab 2007 sollen die Marktanteile des Festnetzes in Europa um zehn Prozent jährlich sinken.

2009 erwarten die Marktbeobachter dann ein Gleichziehen der Mobiltelfonie mit dem Festnetz in puncto Gesprächsminuten.

Für Netzbetreiber, die ihr Geld sowohl mit Festnetz- als auch mit Mobiltelefonie verdienen sehen die Analysys-Auguren daher schwierige Entscheidungen am Horizont.

GSM schiebt UMTS

Für die europäische 3G-Variante UMTS erwartet die US- Marktforschungsfirma Abi Research eine Verdoppelung des Wachstums von 2003 auf 2004.

Interessanterweise heisst es, dieser starke Zuwachs sei nicht auf die höheren Daten-Übertragungsraten oder die neuen MMS-Services zurückzuführen.

Ausschlaggebend für den Umstieg der meisten Kunden seien vielmehr die im Zuge der 3G-Einführung verbilligten Minutentarife für gewöhnliche Telefonate gewesen - also eigentlich GSM.

Angesichts der Kinderkrankheiten in den 3G-Netzen werde diese Technologie nicht nur in Europa als "safe haven" angesehen. Auf den Entwicklungsmärkten Afrikas und Lateinamerikas herrsche starke Nachfrage nach GSM hieß es bei Abi Research.