22.05.2004

GAMING

LCD-Mangel gefährdet neue Konsolen

Die Konkurrenten Sony und Nintendo sehen sich bei der Entwicklung ihrer neuen mobilen Spielekonsolen mit demselben Problem konfrontiert.

Durch die steigende Nachfrage nach Handys und Digitalkameras herrscht derzeit ein Mangel an kleinen LCDs, die beide Hersteller in ihren neuen Geräten anbieten wollen, Nintendos sogar zwei Stück.

"Als wir anfingen über eine Dual-Screen-Konsole nachzudenken, erwarteten wir nicht, dass das LCD-Angebot so klein werden würde. So gesehen läuft nicht alles nach Plan", meinte Nintendo-Präsident Satoru Iwata.

Sharp, Nintendos LCD-Hauptlieferant für den Game Boy Advance, hat bereits angekündigt, seine Produktion von LCDs unter zehn Zoll Größe hinaufzuschrauben. Reale Auswirkungen auf das Angebot werden aber erst für das nächste Geschäftsjahr [per 1. April] erwartet.

Sony rechnet zu Beginn nicht mit Gewinn

Nicht nur aufgrund der Nachfrage sind auch die Herstellungskosten derzeit auf einem neuen Hoch. Vor allem die steigende Produktion in China hat in den letzten Jahren die Rohstoffpreise, die Irak-Krise zusätzlich auch die Rohöl-Preise stark ansteigen lassen.

Sony will seine neue Konsole PSP selbst herstellen, während Nintendo bei Auftragsfertigern in China produzieren lassen will. Kaz Hirai, Chef der Spieleabteilung bei Sony, rechnet in der ersten Zeit ohnedies damit, mit der PSP keinen Gewinn zu machen.

Auf lange Frist soll allerdings auch die PSP-Hardware, neben dem weitaus einträglicheren Geschäft mit Spielen und Lizenzen, Gewinn abwerfen, so Hirai. Dies habe man bereits mit der Playstation in beiden Generationen bewiesen.