Vernetzung bringt größtes Radioteleskop
Das weltweit größte Radioteleskop mit einem Quadratkilometer Fläche soll Astronomen einen unerreichten Blick ins All verschaffen.
"Um diese Größe zu erreichen, müssen wir zahlreiche Teleskope untereinander vernetzen. Es ist mechanisch nicht machbar, eine solch große Teleskopschüssel zu bauen", sagte der Forscher Anton Zensus anlässlich der Konferenz "Exploring the Cosmic Frontiers" in Berlin.
Geplant sei, viele Teleskope mit etwa 10 bis 20 Meter Durchmesser über Glasfaserleitungen miteinander zu vernetzen, so dass sich eine Fläche von einem Quadratkilometer ergibt.
"Die Empfindlichkeit und Auflösung wird um ein Vielfaches höher sein als bei den schon existierenden Radioteleskopen", sagte der Direktor am Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie.
Supercomputer zur Galaxie-ErforschungErdähnliche Planeten gesucht
Das "Square Kilometer Array" [SKA] soll etwa das Leuchten von Wasserstoffgas beobachten, das zu Beginn des Universums freigesetzt wurde, und somit die Entstehung des Universums untersuchen.
Weiters soll die Suche nach erdähnlichen Planeten vorangetrieben werden. Die ersten Daten könnten jedoch erst in rund zehn Jahren gesammelt werden, sagte Zensus.
Aus Platzgründen kann das SKA nicht in Europa stehen und ist für Südafrika oder Westaustralien angedacht. Die Kosten für das Projekt werden auf eine Milliarde Euro veranschlagt.
