20.05.2004

GPA

Gewerkschaft kritisiert One-Kündigungen

Auf die Kündigungswelle beim Mobilfunker One meldet sich nun auch die Gewerkschaft für Privatangestellte [GPA] in einer Aussendung zu Wort.

"Die jüngsten Kündigungen in der österreichischen Telekommunikationsbranche und die Diskussion über möglichen weiteren Personalabbau bei Anbietern zeigen ein getrübtes Bild einer Branche, in der die Verantwortung für MitarbeiterInnen offenbar verloren gegangen ist", so der Geschäftsbereichsleiter der GPA, Karl Proyer.

"Anstatt die Folgen eines ruinösen Preiswettkampfes auf dem Rücken der Beschäftigten auszutragen, wären in dieser Phase kreative Lösungen zur Sicherung von Beschäftigung in der Branche gefragt. So wird die GPA bei den nächsten Kollektivvertragsverhandlungen die Frage nach einer Arbeitszeitverkürzung aufs Tapet bringen", so Proyer.

Umschulung und Weiterbildung

Für Proyer besteht in der Verkürzung der Wochenarbeitszeit die Möglichkeit, Beschäftigung zu sichern. Auch intensivere Bemühungen zur Weiterbildung und Umschulung von Beschäftigten etwa über eine Branchenstiftung kann sich Proyer vorstellen.

"Offenbar haben die Unternehmen in der Phase des Netzauf- und -ausbaues den Beschäftigtenstand ohne einen Gedanken auf nachhaltige Beschäftigungssicherung ausgebaut, um sie jetzt wieder auf die Straße zu setzen. Das hat nichts mit Verantwortungsbewusstsein für die Beschäftigten und schon gar nichts mit gesamtwirtschaftlicher Verantwortung zu tun", so Proyer weiter.