Auch "Sasser"-Informant unter Verdacht
Die Ermittlungen rund um den Computervirus "Sasser" ziehen weitere Kreise: Nun soll die deutsche Staatsanwaltschaft auch den Informanten, dessen Hinweise zur Festnahme des geständigen Sasser-Autors geführt haben, ins Visier genommen haben.
Gegen denjenigen, der den Microsoft-Konzern auf die Spur des "Sasser"-Programmierers geführt habe, werde ebenfalls wegen Computersabotage ermittelt, berichtet "Focus" in seiner jüngsten Ausgabe.
Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden, Detlev Dyballa, sagte dazu, es werde gegen fünf weitere Personen ermittelt. "Ich kann nicht ausschließen, dass darunter auch derjenige ist, der den Hinweis gegeben hat."
Vorrangig liefen die Ermittlungen aber weiter gegen den Urheber des Computer-Wurms. Nähere Angaben wollte der Sprecher mit Blick auf die noch laufende Arbeit der Behörden nicht machen.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit Mitte der Woche auch gegen fünf Freunde des Sasser-Autors. Sie sollen an der Verbreitung des Computer- Wurms "Netsky" beteiligt gewesen sein, eine mögliche Beteiligung an Sasser steht noch nicht fest. Die Polizei beschlagnahmte bei ihnen sechs Computer.
Polizei sucht nach "Sasser"-KomplizenKeine Belohnung
Sollte der Tippgeber ebenfalls an der Verbreitung von "Sasser" mitgewirkt haben, wird er nicht in den Genuss der von Microsoft ausgesetzten Belohnung von bis zu 250.000 USD [rund 210 000 Euro] kommen. "Wenn er an Sasser beteiligt war, geht er leer aus", zitiert "Focus" den Sprecher von Microsoft Deutschland, Thomas Baumgärtner.
