Neues MS-Abkommen mit Turbolinux
Zauberwort Interoperabilität
Microsoft hat am Montag bekanntgegeben, seine bereits nach dem Vorbild des Novell-Kooperationsabkommens gestaltete Zusammenarbeit mit dem japanischen Distributor Turbolinux intensivieren zu wollen. Turbolinux tritt dem von Microsoft gegründeten Unternehmensverbund Interoperability Vendor Alliance bei.
Unter dem Dach des Patentschutzabkommens
Außer Turbolinux und Novell haben sich auch die Distributoren Linspire und Xandros unter das Dach des Microsoft-Patentschutzabkommens begeben und sind Mitglieder in der Interoperability Vendor Alliance.
Eines der Ziele des neuen Abkommens ist es, den Nutzern gemischter Microsoft- und Turbolinux-Umgebungen zu ermöglichen, sich gleichzeitig gegenüber beiden Systemen identifizieren zu können ["Single Sign-on"]. Turbolinux erwirbt auch eine Evaluationslizenz für Microsofts Workgroup Server Protocol Program.
Weiters werden die beiden Unternehmen in Peking ein gemeinsames Entwicklungslabor eröffnen. Dieses wird sich in demselben Gebäudekomplex befinden wie Microsofts Pekinger Büro.
Die Free Software Foundation [FSF] hat die von Microsoft mit individuellen Linux-Distributoren geschlossenen Patentschutzabkommen wiederholt kritisiert. Microsoft versuche über diese Abkommen, Druck auf die Linux-Nutzer auszuüben, indem es ihnen vorgaukle, dass Microsoft nur die mit ihm verbündeten Unternehmen von eventuellen Patentklagen etwa gegen den Linux-Kernel ausnehmen werde.
