Musiker fürchten sich nicht vor P2P
Ein Großteil der Musiker und Künstler sieht in freien Musik-Downloads und File-Sharing keine Gefahr für ihre Karriere.
Das geht aus einer Umfrage des Pew Internet & American Life Project unter 2.755 Musikern und Songwritern hervor, die zwischen 15. März und 15. April durchgeführt wurde.
Eine Mehrheit von 72 Prozent sieht demnach keine Beeinträchtigung oder Gefährdung ihrer Karriere durch Musik-Downloads. Nur fünf Prozent sind der Meinung, dass das Netz ihrer Karriere geschadet hat. Die Umfrage ist allerdings nicht repräsentativ für die Gesamtheit aller im Musikgeschäft tätigen Künstler.
Die Meinungen zu Musik-Tauschbörsen im Internet gehen aber bei einer allgemeineren Frage auseinander. So stimmte ein Drittel der befragten Künstler der Aussage zu, dass Tauschbörsen nicht schlecht fürs Geschäft sind, weil sie die Werbung verbessern.
Ein Viertel der Befragten meinte jedoch, dass Tauschbörsen schlecht fürs Geschäft sind, weil sie Kopien ohne Erlaubnis und Bezahlung ermöglichen. 35 Prozent stimmten beiden Aussagen zu.
Weniger Raubkopien im NetzRIAA-Aktionen nützen Musikern nicht
Knapp zwei Drittel der Befragten meinte, dass der Kampf der RIAA gegen Tauschbörsen den Musikern und Künstlern selber nichts bringt. Allerdings nimmt die Unterstützung für die RIAA zu, je mehr der Künstler mit seiner Musik verdient.
35 Prozent der erfolgreicheren Musiker und Songwriter meinten, die RIAA-Aktionen bringen ihnen etwas. Aber auch hier sind sich 42 Prozent sicher, dass sie von den Maßnahmen der Industrie nicht profitieren.
Ein Großteil der Künstler sieht im derzeitigen US-Urheberrecht ein wirksames Instrument zum Schutz ihrer Rechte. Die Mehrheit gab weiters an, dass das US-Copyright eher die Verkäufer ihrer Musik, nämlich die Labels, begünstigt als die Künstler. Zwei Drittel meinten, dass die Künstler völlige Kontrolle über ihre Werke haben sollten.
