EU holt USA bei Breitband-Wachstum ein
Einem neuen Bericht der EU-Kommission zufolge stieg die Anzahl der Menschen und Unternehmen, die über einen "schnellen" Internet-Zugang über Breitbandverbindungen verfügen, bis Anfang 2004 um über 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wie der Begriff Breitband genau definiert ist, wird in den EU-Unterlagen aber nicht deutlich.
Die Internet-Nutzung in der EU nimmt laut dem Bericht jedenfalls schneller zu als in den USA, liegt aber hinter den Zuwachsraten von Kanada und Südkorea.
6,1 Prozent der EU-Bevölkerung hatten zu Jahresanfang eine "schnelle" Internet-Verbindung. Österreich liegt mit einer Anbindungsrate von 7,6 Prozent der Bevölkerung über dem EU-Schnitt. Nur in Dänemark und Belgien [über zwölf Prozent], den Niederlanden, Finnland und Schweden ist das Netz besser ausgebaut.
"Wer einmal eine Breitbandverbindung hatte, geht nicht mehr zur normalen Telefonverbindung zurück", ist sich EU-Kommissar Erkki Liikanen sicher, dass diese Technologie weiter rasch wachsen wird.
40 Prozent der US-Netzuser mit BreitbandWettbewerb bringt Wachstum
Nachdem alle Mitgliedsstaaten der bisherigen EU-15 eine nationale Breitbandstrategie beschlossen haben, werden nun auch die neuen Mitgliedsstaaten ihre Strategien bis Ende 2004 vorlegen. Alle Mitgliedsstaaten sind sich darüber einig, dass die weitere Entwicklung vom Markt bestimmt werden sollte.
Das schnellste Wachstum war in den Ländern zu verzeichnen, in denen es einen Wettbewerb alternativer Netze und eine Auswahl zwischen unterschiedlichen Betreibern gab, durch die auch die Preise gesunken sind.
Laut dem Bericht seien auch nationale Breitbandstrategien wichtig, um den Breitbandzugang in unterversorgten Gebieten zu verbessern und die Nachfrage insgesamt anzukurbeln.
Breitband-Internet in jedem Dorf
