Breitbandinitiative als "TA-Förderung"
Der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber [VAT] kritisiert das Vorgehen der Bundesregierung im Zusammenhang mit dem Breitband-Internet-Ausbau als "lobenswerte, aber halbherzige Angelegenheit":
"Die Bemühungen des Herrn Bundesminister, Österreich bis 2007 flächendeckend mit Breitbandanschlüssen zu versorgen, sind grundsätzlich eine gute Sache, die natürlich auch die alternativen Anbieter begrüßen", erklärt VAT-Präsident Romed Karre.
Allerdings sei die operative Umsetzung völlig unklar. Vorrangig kritisierte der VAT-Präsident, dass Vekehrsminister Hubert Gorbach [FPÖ] offenbar nur die Telekom Austria einbinden will.
"Anders können wir es uns nicht erklären, warum mit dem Ex-Monopolisten bereits in den nächsten Wochen konkrete Verhandlungen geführt werden sollen, während man mit den alternativen Anbietern gar nicht reden möchte", so Karre.
Bis 2007: Breitband-Internet in jedem Dorf"Nette Geste"
"Gerade wenn es um öffentliche Förderungen durch ein Bundesministerium geht, halten wir es für notwendig, alle Betreiber gleichermaßen einzubinden, sonst läuft das Ganze wieder auf die staatliche Subventionierung der Telekom Austria hinaus", erklärt Karre.
Außerdem seien die vom Bund für die Finanzierung des Vorhabens bereitgestellten zehn Mio. Euro "im Grunde nicht mehr als eine nette Geste":
"Internationale Beispiele zeigen, ab welchen Beträgen man von ernsthafter Förderung reden kann: Schweden eine Mrd. Euro, Frankreich 2,3 Mrd. Euro, von Ländern wie Südkorea ganz zu schweigen. Sogar die heimische Regulierungsbehörde hat festgestellt, dass für den flächendeckenden Ausbau der zigfache Betrag notwendig ist", so Karre weiter.
