Citigroup pokert um Hynix-Sparte
Die Citigroup hat ihr Angebot für die Nicht-Speicheraktivitäten des südkoreanischen Chipherstellers Hynix um 76 Prozent auf 925 Mrd. Won [657,6 Mio. Euro] erhöht.
Knapp ein Drittel, nämlich 350 Mrd. Won [248,8 Mio. Euro], sollen in Form von Darlehen über die Kreditinstitute beglichen werden, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Bankenkreise.
Der hoch verschuldete Chiphersteller hatte sich vor rund eineinhalb Jahren mit seinen kreditgebenden Banken auf ein Maßnahmenpaket geeinigt, um trotz der Verluste liquide zu bleiben. Dazu gehörte auch der Verkauf von nicht zum Kernbereich gehörenden Unternehmensteilen.
Erst Mitte April hatte Hynix allerdings die Gespräche mit der Citigroup über einen Verkauf seiner Nicht-Speicheraktivitäten abgebrochen. Die Erholung auf dem Chipmarkt mit in die Höhe schießenden Preisen für DRAM-Chips sowie ein Nettogewinn von 351,1 Mrd. Won [249,6 Mio. Euro] im ersten Quartal 2004 hatten den Wert der Hynix-Sparte steigen lassen.
2003: Hynix weiter mit roten ZahlenKapital benötigt
Nach Analystenmeinung wird Hynix den weiteren Verkauf von Unternehmensteilen allerdings fortsetzen. Um wettbewerbsfähig bleiben zu können, müssten enorme Investitionen in die DRAM-Produktion getätigt werden.
Die Banken sind laut "WSJ" mit dem erhöhten Angebot der Citigroup zufrieden. "Das angehobene Gebot wird Hynix mit den entsprechenden Barmitteln versorgen, um wieder auf die Beine zu kommen", sagte ein Bankensprecher. Der Verkauf der Aktivitäten ist allerdings von der Zustimmung durch Aufsichtsrat und Aktionäre abhängig.
