E-Commerce boomt in Asien
Die Umsätze im asiatischen E-Commerce werden heuer laut Gartner Group rund 38 Milliarden Dollar betragen.
Davon entfallen acht Milliarden auf den Einzelhandel und 30 Milliarden auf den Business-to-Business-Bereich [B2B]. Bis zum Jahr 2004 sieht die Gartner Group bei B2B sogar ein Marktpotenzial von einer Billion Dollar.
Das elektronische Wirtschaftswunder soll dabei nicht auf die "üblichen Verdächtigen", Japan und die "Tigerstaaten", beschränkt bleiben, sondern auch die ärmeren Regionen des Kontinents erfassen. Das stärkste Wachstum verzeichnen im Augenblick Indien, Indonesien und China.
Größter Geldgeber in der Region ist die Softbank, die allein in Japan schon 115 Millionen Dollar in Internet-Projekte investiert hat.
SoftbankIm B2B-Sektor haben sich elektronische Handelsplätze für die Stahl- und Chemie-Industrie gebildet. Die koreanischen Autohersteller haben angekündigt, Bauteile ab heuer online zu ordern.
Mit dem offenen Charakter des Netzes haben manche traditionell autoritären Staaten aber ihre liebe Not. So treibt Singapore die Entwicklung des E-Commerce zwar durch dirigistische Infrastruktur-Maßnahmen gezielt voran, versucht andererseits aber nach wie vor den Zugang zu zahlreichen, angeblich pornografischen, Sites im Westen zu blockieren.
