Verhaltenskodex für Suchmaschinen
Ein Verhaltenskodex für Betreiber von Suchmaschinen, der für mehr Transparenz und Jugendschutz im Internet sorgen soll, wurde am Montag in Berlin vorgestellt.
"Wissen ist Macht und Macht braucht Kontrolle - Suchmaschinen sind nun mal ein Nadelöhr unserer Wissensgesellschaft", so der Direktor der Landesmedienanstalt von Nordrhein-Westfalen, Norbert Schneider.
Die Suchmaschinen sollen sich freiwillig verpflichten, jugendgefährdende und gesetzeswidrige Inhalte aus den Trefferlisten herauszufiltern.
"Den Suchmaschinen als Informationsquellen wird nahezu blind vertraut, ähnlich wie bei der Einführung des Fernsehens in den 60er Jahren", sagte Marcel Machill, Leiter der zweijährigen Studie "Transparenz im Netz" der Bertelsmann Stiftung.
Details zur Studie von BertelsmannFinanzierung und Auflistung offen legen
Neben mehr Qualität und Relevanz von Treffern einer Suchanfrage soll dem Nutzer auch offengelegt werden, wie die Rangfolge der Treffer entsteht und wie sich die Anbieter finanzieren.
Bisher haben erst vier deutsche Betreiber [Abacho, Apollo7, crossbot und Sharelook] den Verhaltenskodex umgesetzt, weitere namhafte sollen folgen.
Nur der Marktführer Google habe seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit abgesagt.
