07.05.2004

INFOTAGE

Mehr Geld für Breitband-Ausbau benötigt

Anlässlich der Breitband-Infotage fordert Reinhold Mitterlehner, stellvertretender Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich [WKÖ]: "Unser Ziel muss es sein, Österreich zum Breitband-Europameister zu machen."

Dafür sei jedoch "eine Stelle, die Initiativen bundesweit koordiniert", notwendig.

Mitterlehner schlug deshalb vor, dass die Regierung einen Breitbandbeauftragten einsetzen solle. Die Koordinationsdrehscheibe sollte entweder im Infrastrukturministerium oder im Bundeskanzleramt angesiedelt werden, meint Mitterlehner.

Die Förderungen sollten außerdem nicht "auf Zeit" vergeben werden, sondern es sollten Modelle entwickelt werden, die auf Breitband-Internet-Durchdringung abstellen.

"Schritt in die richtige Richtung"

Für den Breitbandausbau stehen derzeit zehn Millionen Euro aus Budgetmitteln von Bundesseite zur Verfügung. Von den Ländern und der EU sollen nochmals je zehn Mio. Euro kommen. Die Förderung erfolgt in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen über eine Laufzeit von zwei Jahren.

Dieses Fördermodell sei "ein großer Schritt in die richtige Richtung", bemerkte der Obmann der WKÖ-Sparte Information und Consulting, Hans-Jürgen Pollirer.

Die Rundfunk- und Telekomregulierungsbehörde RTR gehe jedoch von einem Fördermittelbedarf von 50 bis 100 Millionen Euro für eine ausreichende Breitbandabdeckung in Österreich aus, die Telekom Austria spreche sogar von 500 Millionen Euro.