1.700 Mal frische Malware
Der Virenschutzhersteller Trend Micro hat im April rund 1.700 neue bösartige Programme [Malware] festgestellt.
Zu den drei häufigsten Schädlingstypen gehörten dabei Trojaner, Backdoors und Würmer.
Rund 60 Prozent der neu entdeckten Malware weist heute Backdoor-Funktionen auf. Bei einer Backdoor [Hintertür] handelt es sich um ein Programm, das einen versteckten Zugang zum infizierten System öffnet und die Befehle des Angreifers ausführt.
Die steigende Verbreitung von Backdoors ist ein Beleg für die sich ändernden Motive von Virenprogrammierern.
Mehr Backdoor-Programme im Umlauf
Durch die Verbreitung von "Malicious Codes" sollte bisher vor
allem eine möglichst große Medienaufmerksamkeit erreicht werden. Vor
diesem Hintergrund wurden nur wenige wirklich gefährliche Viren und
Würmer programmiert, die Systeme absichtlich zu schädigen
versuchten. Die Verbreitung von Backdoors markiert hier eine
Trendwende.
Virenflut hält auch im April anBreitband-Technologien fördern diesen Trend, da hinsichtlich der benötigten Sicherheitsmaßnahmen noch erhebliche Unsicherheit besteht. Oftmals werden Rechner ohne Schutz direkt mit dem DSL- oder Kabel-Modem verbunden. Das bringt ernste Risiken mit sich, zumal viele Anwender ihre Internet-Verbindungen über sehr lange Zeiträume oder sogar ununterbrochen aufrechterhalten.
Backdoors ermöglichen es den Angreifern darüber hinaus, detaillierte Informationen zu den befallenen Systemen zu sammeln. Zu den größten Gefahren gehört in diesem Zusammenhang die Zweckentfremdung infizierter Computer für zukünftige, koordinierte Attacken.
