06.05.2004

BUY-OUT

SAP will mehr Firmen zukaufen

Der deutsche Softwarekonzern SAP setzt in Zukunft verstärkt auch auf Zukäufe. Vorstandssprecher Henning Kagermann sagte am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Mannheim: "Künftig sehen wir es als integralen Bestandteil unseres Wachstums an, Firmen oder Firmenteile zu übernehmen."

Das Unternehmen setze dabei auf die gezielte Akquisition kleinerer Firmen. Gleichzeitig bekräftigte Kagermann die Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

Kagermann sagte, das Unternehmen fühle sich gut aufgestellt, um erneut im Softwarelizenzgeschäft deutlich stärker als der Markt zu wachsen.

1.500 neue Mitarbeiter

Kagermann bekräftigte, dass der Softwarekonzern in diesem Jahr weltweit rund 1.500 neue Mitarbeiter einstellen will. Im ersten Quartal seien bereits 556 Beschäftigte neu dazugekommen.

Zur Diskussion über die teilweise Abwanderung von Firmen ins Ausland meinte Kagermann: "Will die SAP ihre Stellung als Weltmarktführer in einem äußerst wettbewerbsintensiven Markt verteidigen, muss sie sich globalen Trends anpassen."

Das Kerngeschäft, der Softwarelizenzumsatz, stieg im ersten Quartal laut früheren Angaben um fünf Prozent auf 370 Mio. Euro. Getragen wurde dieser Zuwachs vor allem von einem Plus von 45 Prozent in den USA, währungsbereinigt waren es sogar 65 Prozent.

Der Gesamtumsatz verbesserte sich um zwei Prozent auf 1,6 Mrd. Euro, das Betriebsergebnis stieg deutlich um zwölf Prozent auf 333 Mio. Euro.