"Piraten müssen zurückgetrieben werden"
In der europäischen Filmindustrie könnte in den kommenden Jahren nach Einschätzung von Experten kein Stein auf dem anderen bleiben.
Digitalisierung und Globalisierung heißen die Herausforderungen in Stichwörtern, wurde am Mittwoch zum Auftakt eines Symposions zum Thema Filmproduktion und Urheberrecht in Wien deutlich. Wie für andere Branchen kann die Digitalisierung der Filmwirtschaft auch Chancen eröffnen.
"Die Piraten müssen auf ihre Insel zurückgetrieben werden", erklärte Georgia Tornow von der Interessengemeinschaft film20 die Situation. Die Online-Filmfans müssten dann als zahlende Kunden gewonnen werden.
Diese Eindämmung der Online-Piraterie bei gleichzeitiger Entwicklung neuer Geschäftsmodelle ist ein wesentlicher Punkt in dem "epochalen Strudel von Veränderung", den Tornow für den Film ortet.
Veranstaltet wurde das Symposion von der Filmstadt Wien in Kooperation mit dem Manz-Verlag und der Initiative Geistiges Eigentum.
Hollywood plagen Piraten aus eigenen ReihenEinheitliche EU-Gesetze
Den soeben erheblich vergrößerten EU-Binnenmarkt gilt es ebenfalls als Chance zu nutzen. Hier sei noch viel zu tun, sagte Jan Mojto, früherer Kirch-Manager und nun Filmproduzent [EOS-Entertainment].
Mehr europäische Koproduktionen wünschte sich am Mittwoch auch Kunststaatssekretär Franz Morak [ÖVP]. Größere Produktionen bedeuteten schließlich auch größere Budgets.
Morak unterstrich den Stellenwert des Urheberrechts, wobei ein gemeinsames europäisches Vorgehen in dieser Frage "von immenser Bedeutung" sei.
