05.05.2004

STUDIE

Mobilfunk soll wie Billigflieger abheben

Nach einer Studie von Booz Allen Hamilton wird sich der Handybereich ähnlich wie der Billigflugsektor entwickeln: Auf dem österreichischen Mobilfunkmarkt tobt zwar bereits die 1- und 0-Cent-Schlacht, es könnte jedoch noch billiger werden. Laut der Studie sind noch Kostensenkungen von 30 bis 40 Prozent möglich.

Laut Vizepräsident Christian Fongern könne die Kostensenkung durch Vertrieb über das Internet, Verzicht auf aufwendige Kundenbetreuung und die ausschließliche Konzentration auf Basisprodukte wie Sprachtelefonie und SMS-Dienste erreicht werden.

Bei laufenden Kosten im Bereich Verwaltung, IT, Netzwerk errechnete er eine mögliche Kostenreduktion um bis zu 24 Prozent, bei Interconnection und Roaming Einsparungen um die 23 Prozent.

Positives Beispiel tele.ring

"Wenn man berücksichtigt, dass die meisten Kunden ohnehin ein Endgerät besitzen, wäre es überlegenswert, dem Kunden einfach eine SIM-Karte und nicht ein Handy zu schicken", erklärte Fongern weiter.

Als positives Beispiel für einen günstigen Anbieter nannte Fongern den viertgrößten österreichischen Handynetzbetreiber tele.ring, der für das erste Quartal 2004 signifikante Zuwächse bei Umsatz, Ergebnis und Kundenzahlen vermeldete.