04.05.2004

ZWEI JAHRE

Häfn für einen Dot.com-Guru

Frank Quattrone, der frühere Leiter für Technologie-Investmentbanking bei der Credit Suisse First Boston [CSFB], ist in New York in zwei Fällen der Justizbehinderung und in einem Fall der Zeugenbeeinflussung schuldig gesprochen worden.

Quattrone war während der Internet- und Technologie-Hysterie der 90er Jahre zum führenden Dot.com-Guru geworden und hatte lukrative Börsengänge von Firmen wie Amazon und Netscape geleitet.

Im Jahr 2000 soll Quattrone nach Angaben des "Wall Street Journal" rund 120 Millionen USD [100 Mio. Euro] verdient haben.

Bis zu zwei Jahre Gefängnis

Laut "New York Times" droht dem Investmentbanker eine Gefängnisstrafe von bis zu zwei Jahren. Die Urteilsverkündung sei für September geplant. Quattrone-Anwalt John W. Keker wolle Berufung einlegen.

Die Vorwürfe gegen Quattrone basieren auf einer E-Mail, die er im Dezember 2000 an die Mitglieder seiner Sparte weitergeleitet und worin er sie aufgefordert hat, ihre Unterlagen zu säubern.

Das erfolgte zwei Tage nachdem der führende CSFB-Anwalt ihm mitgeteilt hatte, dass eine Untersuchungskammer eine Untersuchung über die Art und Weise laufen hatte, mit der die Bank gefragte Erstemissionen zuteilte.