03.05.2004

AKM & CO

Lizenzchaos behindert Online-Musikmarkt

Die Europäische Union hat nun sechzehn nationalen Verwertungsgesellschaften, die Lizenzgebühren im Namen von Musikautoren einsammeln, aufgefordert, ihre Lizenzierungssysteme zu überarbeiten.

Derzeitige Regelungen behinderten einerseits den Start von Download-Musikportalen in Europa und verstoßen zudem möglicherweise gegen EU-Wettbewerbsrecht.

Da eine gesamteuropäische Nutzungslizenz für das Musikrepertoire aller Gesellschaften der EU ["Santiago-Abkommen" von 2001] derzeit nur über die Verwertungsgesellschaft im eigenen Land möglich ist.

Hohe Preise zu Lasten der Verbraucher

Die EU-Kommission fordert nun, dass es den kommerziellen Anbietern frei stehen soll, sich in Bezug auf die Lizenz-Erteilung an die effizienteste Verwertungsgesellschaft in Europa zu wenden.

Der mangelnde Wettbewerb zwischen den nationalen Verwertungsgesellschaften würde sich in den Online-Verkaufspreisen niederschlagen und ginge damit letztlich zu Lasten der Verbraucher.

Die nationalen Verwertungsgesellschaften haben nun zehn Wochen Zeit Vorschläge vorzulegen, welche die bestehenden Vereinbarungen mit dem EU-Wettbewerbsrecht in Einklang bringen.