28.04.2004

STANDORTSTUDIE

High-Tech-Hoffnungsland Österreich

Österreich zählt für High-Tech-Unternehmen auch nach der EU-Erweiterung zu den drei attraktivsten Ländern in Europa.

Die Alpenrepublik ist mit fünf unter jenen 20 europäischen Regionen vertreten, die sich am besten für Investitionen in Hochtechnologie eignen. Das geht aus einer EU-Standortstudie hervor, die das deutsche "manager magazin" in Auftrag geben hat.

Nur Irland ist mit acht Regionen noch öfter unter den 20 besten europäischen Regionen präsent.

Die fünf besten heimischen High-Tech-Standorte nehmen die Plätze elf bis 13 und 18 und 19 ein. Sie liegen im Rheintal-Bodenseegebiet, in der Region Linz-Wels, Steyr-Kirchdorf, Salzburg und Umgebung und Graz. Die ersten zehn Plätze werden von acht irischen und zwei estnischen High-Tech-Regionen eingenommen.

Der Grund für das gute Abschneiden Österreich liegt für die Studienautoren unter anderem darin, dass die Arbeitnehmerentgelte hier nur unwesentlich über den Werten der besten Regionen Irlands liegen.

Gute Produktivitätsrate

Mit einer Produktivität von über 62.000 Euro liegt Österreich zudem in der gesamteuropäischen Spitzengruppe. Bei der Arbeitszeit [1.750 Stunden] werden Werte erreicht, die mit denen Estlands und Ungarns vergleichbar sind.

In den besten irischen Regionen beläuft sich die Produktivität [Bruttowertschöpfung in Euro pro Jahr je Beschäftigten] im verarbeitenden Gewerbe auf knapp 113.000 Euro. Damit liegt das Land nahe an dem EU-Spitzenwert von 122.000 Euro, der für die britische Region West Cumbria ausgewiesen wird. Die besten österreichischen Regionen - Linz-Wels und Steyr-Kirchdorf - kommen auf gut 62.000 Euro.

Die Steueroase Estland profitiert von niedrigen Abgaben, die Unternehmenssteuern betragen null Prozent. Nur ausgeschüttete Gewinne werden besteuert - ein Umstand, der gerade beim Aufbau eines Unternehmens hilfreich ist.