Vom Leben in der imaginären Zukunft

24.10.
18.10.2007

Der britische Politologe und Netz-Theoretiker Richard Barbrook präsentiert sein jüngstes Buch "Imaginary Futures" in Wien.

Mitte der 1990er Jahre rechnete Barbrook in seinem gemeinsam mit Andy Cameron verfassten Aufsatz "Die kalifornische Ideologie" mit den neoliberalen Fantasien ab, die das Internet als Marktplatz des reibungslosen Kapitalismus propagierten und im US-Technologiemagazin "Wired" ihre mediale Speerspitze gefunden hatten.

In seinem jüngsten Buch "Imaginary Futures" beschreibt er, wie Ideologen in Ost und West den Traum von der vernetzten Gesellschaft als Waffe im Kalten Krieg zu nutzen wussten, und warnt davor, die Zukunft des Internets von repressiven Technokraten planen zu lassen.

Sich für eine imaginäre Zukunft einzusetzen bedeute immer auch, einen Anspruch auf Kontrolle der Gegenwart zu erheben, sagte Barbrooks im Juli im Interview mit ORF.at.

~ Link: Deals mit der Ressource Zukunft (../../http://www.fuzo-archiv.at/?id=206888v2) ~

Präsentation und Diskussion

Am Mittwoch, den 24.10. um 19.00 Uhr, ist Barbrook im net.culture.lab im Wiener MuseumsQuartier zu Gast, wo er gemeinsam mit den Gastgebern Gerin Trautenberger und Armin Medosch "Imaginary Futures" präsentieren und zur Diskussion stellen wird.