Optisches Mikrofon für "nasse" Auftritte
Das Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik hat gemeinsam mit Sennheiser ein optisches Mikrofon entwickelt.
Der Mikrofonkopf kommt dabei ohne elektrische Leiter aus. Wie bei einem herkömmlichen Mikrofon nimmt eine Membran den Schall auf, die Schwingungen werden jedoch optisch detektiert.
Das Prinzip dahinter ist die konfokale Abbildung, bei der Licht aus einer Leuchtdiode über eine Glasfaser durch ein Linsen-Array geschickt wird. Dieses Feld optischer Elemente verteilt und fokussiert den Strahl auf eine verspiegelte Membran.
Das reflektierte Licht gelangt durch Linsen in eine Empfängerglasfaser. Sobald die Membran schwingt, verändert sich das Lichtsignal. Ein entfernter Fotodetektor wandelt es anschließend in elektrische Spannung um.
IOFVorteil bei Feuchtigkeit
Der Vorteil des optischen Mikrofons ist seine Unempfindlichkeit gegen extreme Magnetfelder, wie beispielsweise in Computertomographen. Der Patient hat die Möglichkeit, auch während der Untersuchung aus der Röhre zu kommunizieren.
Außerdem kann es in explosionsgefährdeten und feuchten Räumen eingesetzt und bei schweißtreibenden Auftritten von Musikern und Sängern genutzt werden.
