25.04.2004

TECHNOBÖRSE

Gute Quartale als Motor für die Stocks

Die US-Börsen werden Händlern zufolge ihren Aufwärtstrend in der kommenden Woche fortsetzen, aber nur, wenn sich die bislang glänzenden Quartalsberichte der Unternehmen fortsetzen und die Investoren ihre Ängste vor höheren Zinsen überwinden.

Alle Indizes der US-Börsen legten in der vergangenen Woche zu und stiegen leicht über die Stände von Ende 2003. US-Branchenführer wie der Softwarekonzern Microsoft hatten mit ihren Quartalsergebnissen die Hoffnungen der Investoren noch übertroffen.

US-Notenbankpräsident Alan Greenspan versetzte dem Börsenhoch allerdings einen Dämpfer, als er die Fed gegen erste Anzeichen einer Inflation in Stellung brachte und gleich zwei Mal darauf hinwies, dass in nicht allzu ferner Zukunft mit einer Erhöhung der Leitzinsen zu rechnen sei.

Viele Analysten sagen jedoch weitere Zugewinne an den Märkten voraus, wenn die Tatsache einer bevorstehenden Zinserhöhung einmal akzeptiert sei und die Unternehmen die Früchte einer blühenden Wirtschaft ernteten. "Greenspan hat deutlicher gemacht, dass eine Zinserhöhung in diesem Jahr wahrscheinlich ist", sagte Jeff Kleintop von PNC Advisors. "Aber der Optimismus der Unternehmenschefs, den wir so seit 1999 nicht mehr erlebt haben, stärkt das Vertrauen der Investoren darauf, dass die US-Firmen eine Reihe von Zinserhöhungen verkraften können."

In der vergangenen Woche haben 180 der 500 im S&P-500-Index gelisteten Unternehmen Zahlen vorgelegt. 140 davon - oder 78 Prozent - übertrafen die durchschnittlichen Analystenerwartungen.

135 Mal Quartalszahlen

In der kommenden Woche legen weitere 135 Unternehmen aus dem S&P-500 ihre Quartalsergebnisse vor, darunter die Dow-Jones-Werte DuPont, McDonald's und Verizon Communications am Dienstag. Der Optimismus der Analysten schlägt sich bereits in den Erwartungen nieder: Sie rechnen damit, dass sich der durchschnittliche Gewinn der S&P-Unternehmen um 20,4 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr steigern wird. Bis vor einer Woche hatten sie noch ein Plus von 16,1 Prozent prognostiziert.