Napster übersiedelt auf Web-Plattform
Napster-Abonnenten sollen künftig Musik von jedem Internet-fähigen Gerät anhören können, ohne erst eine Software zu installieren. Der Musik-Download-Shop will so neue Nutzer anziehen.
Die ehemalige Online-Tauschbörse tut sich nach der Wandlung zum legalen Musik-Aboservice schwer, zahlende Kunden anzuziehen. Am Dienstag kündigte Napster an, auf eine Web-basierte Plattform umzuziehen, die es Nutzern erlaubt, ihre Musik von jedem Rechner anzuhören, ohne eine zusätzliche Software herunterladen zu müssen.
Öffnung für neue Nutzer
Damit will Napster flexibler und kompatibel mit jedem netzfähigen Gerät werden und dadurch neue Nutzer gewinnen. "Mit deser neuen Plattform kann Napster einfach über verschiedenste Unterhaltungselektronikgeräte genutzt und sogar in Websites, etwa Socal Networking, integriert werden", sagte Napster-Manager Christopher Allen.
Napster bietet ein Abomodell für zehn bis 15 Dollar im Monat an, bei dem man unbegrenzt viele Songs aus dem fünf Millionen Songs umfassenden Katalog herunterladen kann.
Diese Abomodelle, bei denen die Musik meist verloren geht, wenn man das Abo kündigt, haben sich in den letzten Jahren gegen die iTunes-Taktik "Pay per Download" nicht durchsetzen können.
Napster glaubt an MP3 ohne DRM
Laut Allen wolle sich Napster nun auf einen Wendepunkt in der Musikbranche vorbereiten - immer mehr Musikkonzerne verzichten auf das Digital Rights Management [DRM] und machen Online-Musik ohne Kopierschutz verfügbar.
Allen ist sich sicher, dass sich das ungeschützte MP3-Format bis Ende 2008 zum Standard bei Musikfirmen und -vertrieben entwickeln wird. Bisher verkaufen erst EMI und Universal Music Teile ihres Angebots ohne Kopierschutz.
Napster zählt derzeit laut eigenen Angaben rund 770.000 Abonnenten.
(futurezone | AP)
