Österreichs "große Brüder"

kontrolle
16.10.2007

Verleihung der Big Brother Awards steht bevor

Am 25. Oktober wird der "Big Brother Award", der Preis für Behörden und Unternehmen, die sich durch besonderes Interesse für Daten und deren Überwachung hervorgetan haben, wieder im Wiener Rabenhof-Theater verliehen.

Die Preisverleihung wird von quintessenz, dem Verein für Internet-Benutzer Österreichs [vibe.at] und der Linux User Group Austria [LUGA] veranstaltet.

Die Liste der Nominierten ist prominent besetzt, heuer könnten unter anderem die US-Fernsehserie "C.S.I.", die E-Card, aber auch Innenminister Günther Platter [ÖVP] und Bildungsministerin Claudia Schmid [SPÖ] die Negativauszeichnung erhalten.

Entertainment gegen Bürgerrechte

In sechs Kategorien wird ausgezeichnet, als "Fixstarter" gilt die Krimi-Serie "C.S.I.", die "Missachtung der Menschenrechte als Unterhaltung", heißt es in der Aussendung der Veranstalter. So würden die Beamten unter anderem mit Hilfe von Rasterfahndung und DNA-Analysen zeigen, wie "smart" sie ihre Arbeit erledigen, indem sie alle Bürgerrechte übergehen.

Auch die E-Card bzw. das ELGA-System hätten sich laut Datenschützer einen Preis verdient, ebenso wie der Innenminister und seine Kollegin im Bildungsministerium. Platter ist durch seine Forderung nach den "Bundestrojanern" nominiert, Schmied mit der verschärften "Bildungsevidenz".

(APA)