20.04.2004

CLEAN SLATE

RIAA stoppt Filesharer-Amnestie

Die Musikindustriegruppe RIAA hat ein Amnestie-Programm eingestellt, das reuige Filesharer vor einer Klage bewahren soll.

Das "Clean Slate"-Programm wurde im September eingeführt, als die Musikindustrie begann, individuelle Personen wegen Copyright-Verletzungen zu verklagen.

Teilnehmer des Programms mussten etwa in einem Geständnis zugeben, dass sie Musik online getauscht haben und dann die Files von ihrem Rechner entfernen. Im Gegenzug versprach die RIAA, sie nicht zu klagen.

Keine Garantie auf Amnestie

In den USA meldeten sich über 1.000 Leute für das Programm an. Kritiker warnten jedoch davor, dass man, wenn man illegales File-Sharing zugibt, keine Garantie hat, nicht geklagt zu werden.

Nun wurde das Programm von der RIAA mit der Begründung eingestellt, dass die breite Öffentlichkeit mittlerweile über die Illegalität von File-Sharing aufgeklärt sei und wisse, dass mit Klagen zu rechnen ist.

Die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation hatte bereits vor dem Programm gewarnt und betont, dass niemand den Besitzer eines Copyrights davon abhalten kann, jemanden zu klagen, der dieses verletzt. Die Aktion sei von Anfang an eine Augenauswischerei gewesen.