18.04.2004

M@TRIX FORUM

Pinguine aus Österreich als Überflieger

Die Edelweiss Medienwerkstatt aus Wien hat mit ihrem Online-Spiel "Yeti Sports" einen veritablen Erfolg gelandet: Weltweit spielen bereits über 200 Millionen Menschen das Game.

Die Grundidee von "Yeti Sports" besteht darin, Pinguinen auf unterschiedliche Art das Fliegen beizubringen. Der Yeti steht den Pinguinen dabei mit seinen Händen oder einer Keule hilfreich zur Seite.

Angelegt ist das von Chris Hilgert entwickelte Spiel als Zehnkampf. Im ersten Spiel geht es darum, die Pinguine per Baseball-Schläger möglichst weit durch die Luft zu katapultieren. Im zweiten Teil geht es ums Zielwerfen: Der Yeti muss die Pinguine möglichst in die Mitte einer Zielscheibe schleudern, die auf eine Eiswand aufgemalt ist.

"Politisch nicht korrekt"

Mit seinen 200 Millionen Usern ist "Yeti Sports" angeblich bereits ein größerer Erfolg als das "Moorhuhn"-Spiel.

Entwickelt wurde die "Moorhuhn"-Spiel ursprünglich von einer Hamburger Werbeagentur im Auftrag von "Johnnie Walker" - eine Parallele zum Spiel "Yeti Sports", das ursprünglich ebenfalls für eine Firma und für Promotionszwecke entwickelt wurde.

Allerdings ließ sich die Firma die Chance, auf der Erfolgswelle des Yeti mitzuschwimmen, entgehen. Klaus Hartinger, Mitbegründer und Produktionsleiter der Edelweiss Medienwerkstatt, erinnert sich:

"Yeti Sports" als Konsolen-Spiel

Trotz des Erfolgs von "Yeti Sports" hat die Edelweiss Medienwerkstatt mit dem Spiel noch kein Geld verdient.

Banner auf ihrer Website lehnen die Macher von "Yeti Sports" ab, statt dessen setzt man lieber auf die Lizenzierung des Games für Mobiltelefone sowie eine strategische Zusammenarbeit mit einem anderen österreichischen Spieleentwickler, nämlich JoWooD.

Gemeinsam mit JoWooD wird derzeit eine "Yeti Sports"-Spiele-CD-Rom entwickelt. Auch ein Konsolenspiel soll noch dieses Jahr auf den Markt kommen.