GM will gestohlene Autos stoppen

stillstand
09.10.2007

Der US-Autohersteller General Motors [GM] hat am Montag ein neues System vorgestellt, das Autodieben einen Strich durch die Rechnung macht, indem es das Fahrzeug einfach anhält.

Durch OnStar, ein GPS-basiertes Ortungssystem, das bereits jetzt in GM-Modellen zum Einsatz kommt, können Autos nicht nur geortet, sondern künftig auch "ferngesteuert" werden.

Zunächst sollen ab 2009 rund 20 Modelle mit dem System ausgestattet werden. Dieses erlaubt, im Falle eines Diebstahls schrittweise die Geschwindigkeit des Wagens zu drosseln und über das Autoradio eine Nachricht an den Dieb zu richten.

Dieb wird zum Stehenbleiben gezwungen

OnStar findet bereits jetzt bis zu 800 Fahrzeuge im Monat über das Global Positioning System [GPS]. Wird nun ein Auto mit dem neuen System gestohlen, informiert OnStar die Polizei über den aktuellen Standort.

Sobald die Polizei das Fahrzeug dann in Bewegung sichtet, kann OnStar die Geschwindigekit über Mobilfunk bis zum endgültigen Stillstand drosseln.

Auch Nokia setzt auf GPS im Auto

Eine Sonderedition von Renaults neuem Twingo wird von Nokia mit einem Nokia 6110 mit GPS-Funktion, Bluetooth-Freisprecheinrichtung sowie Anschlüssen für iPod und USB-Geräte ausgerüstet.

Warnung übers Autoradio

OnStar-Präsident Chet Huber sagte am Montag: "Das System nimmt dem Dieb einfach nur die Pferdestärken weg. Alles andere - Lenkung, Bremsen usw. - funktioniert ganz nornal." Derzeit werde noch überlegt, ob eine Stimme den Dieb vor der Geschwindigkeitsdrosselung warnen solle, von selber stehenzubleiben.

Mit der derzeitigen OnStar-Version können Autofahrer Notrufe starten, Ferndiagnosen durchführen lassen und natürlich auch Navigationsdienste in Anspruch nehmen. Das Service, das rund 200 Dollar im Jahr kostet, wird derzeit von rund fünf Millionen Menschen genutzt.

Das Anti-Diebstahl-System soll 2009 in rund 1,6 Millionen GM-Autos eingebaut werden, zwei Drittel davon Chevrolet-Modelle.

(futurezone | AP)